Es gibt diesen seltsamen Moment, in dem alles stimmt und sich doch nichts richtig anfühlt. Dein Leben wirkt geordnet. Vielleicht sogar bewundert.

Du funktionierst. Du leistest. Du hältst alles zusammen. Und trotzdem ist da diese Leere. Still. Unauffällig. Beharrlich.

Sie meldet sich nicht laut, sie schreit nicht, nein sie flüstert. Manchmal mitten im Erfolg. Manchmal in ruhigen Minuten. Manchmal genau dann, wenn Du denkst, Du müsstest eigentlich glücklich sein.

Diese Leere ist kein Fehler. Und sie ist kein Zeichen von Undankbarkeit. Sie ist eine Botschaft.

Du hast gelernt, stark zu sein.
Du hast gelernt, richtig zu handeln.
Du hast gelernt, Erwartungen zu erfüllen – oft sogar Deine eigenen.

Doch Dein Inneres fragt nicht nach Perfektion. Dein Inneres fragt nach Wahrheit.

Nach Echtheit.
Nach Verbindung.
Nach einem Raum, in dem Du nicht leisten musst, um wertvoll zu sein.

Die Leere entsteht nicht, weil etwas fehlt im Außen. Sie entsteht, weil etwas im Inneren lange nicht gehört wurde.

Vielleicht hast Du Dich angepasst.
Vielleicht hast Du zu oft Ja gesagt, obwohl Dein Herz Nein flüsterte.
Vielleicht hast Du gelernt, Dich zusammenzureißen, statt Dich zu fühlen.

Das ist keine Schuld. Das ist Überleben.

Und doch kommt irgendwann der Moment, in dem Deine Seele sagt: Jetzt möchte ich mehr als nur funktionieren.

Die Leere ist kein Abgrund. Sie ist ein Übergang.

Ein stiller Raum, in dem alte Rollen ihre Kraft verlieren und neue Wahrheiten noch keine Worte haben. Hier fühlt sich alles gleichzeitig leer und voller Möglichkeiten an. Unsicher. Offen. Echt.

Viele Menschen laufen vor diesem Gefühl davon. Sie füllen es mit Ablenkung. Mit Aktivität. Mit immer neuen Zielen. Doch die Leere verschwindet nicht, wenn Du sie übertönst. Sie heilt, wenn Du ihr zuhörst.

Wenn Du innehältst.
Wenn Du atmest.
Wenn Du Dir erlaubst, nichts reparieren zu müssen.

In dieser Leere liegt eine leise Einladung: Komm zurück zu Dir.

Nicht zu dem Bild von Dir, nicht zu der Version, die funktioniert, sondern zu dem Teil, der fühlt. Du musst Dich nicht neu erfinden. Du darfst Dich erinnern.

An Deine Sanftheit.
An Deine Bedürfnisse.
An Deine Wahrheit.

Du darfst Dich fragen: Was nährt mich wirklich? Was fühlt sich stimmig an, auch wenn es nicht perfekt aussieht? Was würde ich wählen, wenn ich mir selbst vertraue?

Heilung beginnt nicht mit Anstrengung.
Heilung beginnt mit Annahme.

Mit dem Satz:
„Ich darf fühlen, was ich fühle.“
„Ich bin sicher, auch wenn ich gerade leer bin.“
„Diese Phase dient mir.“

Und während Du das zulässt, verändert sich etwas. Ganz sanft. Die Leere wird weiter und weicher. Und irgendwann spürst Du: Sie war nie gegen Dich. Sie war der Raum, in dem Dein wahres Selbst wieder atmen konnte.

Du bist nicht falsch, weil Du diese Leere fühlst. Du bist wach.

Und genau hier beginnt eine tiefere, ehrlichere Form von Fülle.

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Spaß, Freude und Erfolg beim umsetzen 💖 😊 

Hanno Jung


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