Das Ärgerliche am Ärger ist, dass man sich schadet, ohne anderen zu nützen
Wir alle kennen diese Momente. Jemand sagt etwas, das uns verletzt. Ein Mensch verhält sich unfair. Etwas läuft völlig anders, als wir es erwartet haben, und plötzlich ist er da: dieser Ärger, der sich in uns festsetzt und manchmal noch Stunden oder sogar Tage später unsere Gedanken beschäftigt. Dabei ist Ärger zunächst einmal nichts Schlechtes. Er ist ein Gefühl und Gefühle haben ihre Berechtigung. Ärger kann uns zeigen, dass eine Grenze überschritten wurde, dass etwas für uns nicht stimmt oder dass wir uns mehr Respekt und Wertschätzung wünschen. Problematisch wird es erst dann, wenn wir unseren Ärger festhalten und ihn immer wieder neu durchleben. Denn genau hier beginnt das eigentlich Ärgerliche am Ärger: Wir schaden uns selbst, ohne dadurch irgendetwas an der Situation zu verändern. Der Mensch, über den Du Dich ärgerst, sitzt vielleicht gerade gemütlich beim Frühstück, geht spazieren oder verbringt einen wunderschönen Tag mit seiner Familie. Und Du führst währenddessen in De...













