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Vom Opfer zum Schöpfer

„Das letzte Jahr war kein gutes Jahr. Ich bin so froh, dass es endlich vorbei ist. Hoffentlich wird das neue Jahr besser. Es geht immer weiter bergab und wir können nichts dagegen tun. So schlimm war es noch nie. Ich weiß bald nicht mehr wie es weiter gehen soll? Die da oben machen sich die Taschen mit dem Geld des kleinen Mannes voll. Wir kleinen Leute sind doch immer die Leidtragenden.“ und so weiter und so weiter. Solche und ähnliche Sätze höre ich im Moment fast überall wo ich hinkomme. Und tatsächlich erwische ich mich ab und an sogar selbst dabei, dass ich in den Jammergesang mit einstimme. Bis mir endlich wieder bewusst wird: Jammern hilft nicht, jammern ändert nichts, sondern macht höchstens alles nur noch schlimmer!


Warum soll ich mich ärgern, wenn ich weiß dass es dadurch nur noch ärger wird? Warum soll ich jammern, wenn ich weiß, dass mein Jammern niemand hilft und am wenigsten mir selbst? Warum soll ich schimpfen, wenn ich weiß, dass durch mein Schimpfen alles nur noch unerträglicher wird? Oder anders gefragt, warum fühle ich mich eigentlich als Opfer? Wie entsteht Opferhaltung eigentlich? Gehört dieses Gefühl, sich als Opfer zu fühlen notwendigerweise zum Leben dazu?

Wodurch wird dieses Gefühl in mir hervorgerufen? Schauen wir uns das mal an einem ganz einfachen Beispiel an. Wenn ein kleines Kind das ausgerechnet in dem Restaurant, indem ich gerade essen will, am Nachbartisch aus Leibeskräften einfach so zu schreien beginnt. Ich höre wie die Mutter mit lauten „Pssssssst“ Lauten ihrem Kind bedeutet, dass es aufhören soll. Es schreit natürlich weiter und hat auch noch Spaß daran. Ich spüre wie ich mich von dem lauten Geschrei gestört fühle und spüre bereits jetzt eine gewisse Gereiztheit in mir hochsteigen. Bin ich in diesem Fall schon das Opfer dieses kleinen Kindes? Oder wie kommt es dazu, dass ich mich jetzt als Opfer fühle?

Nun, wenn ich es will und zulasse, kann ich mich durch jeden Einfluss, egal ob im Innen oder im Aussen, zum Opfer machen lassen. Deswegen sei die Frage erlaubt, ob es nun die Begebenheiten, die Situationen, die Umstände oder die Menschen sind, die mich als Opfer fühlen lassen oder bin ich es selbst, ist es mein eigenes subjektives Empfinden, welches den Weg in das Opferdasein ausmacht? Im obigen Beispiel, in dem Restaurant, hätte ich zum Beispiel einen anderen Tisch nehmen können, so dass ich das Kind nicht mehr gehört hätte.

Doch dann gibt es ja noch weitere Opfer in mir. Hätte mir der andere Tisch denn genauso gut gefallen? Wären mir dann vielleicht andere Tischnachbarn unangenehm aufgefallen? Hätte ich mich dann auch wieder wegen anderer Umstände als Opfer gefühlt? Wäre es an dem Tisch vielleicht zu warm gewesen, weil er direkt neben dem Heizkörper gestanden ist und ich bin nicht damit einverstanden, dass es mir zu warm ist. Also bin ich schon wieder Opfer, schon wieder ein Mangel.

Also können wir jetzt einmal festhalten, dass ein Opfer immer mit etwas nicht einverstanden ist; erst dadurch wird es zum Opfer. Jemand, der damit einverstanden ist, dass ein Kind schreit und brüllt, jemand der es angenehm neben der Heizung findet, wird sich ganz sicher nicht als Opfer fühlen. Wenn wir uns als Opfer fühlen, sind wir mit etwas, egal was es auch ist, nicht einverstanden. Was können wir dann machen, um aus dieser Opferrolle herauszukommen.

Nun als aller erstes muss uns genau diese Opferrolle einmal bewusst werden. Was stört uns denn, warum stört es uns, was empfinden wir dabei? Erst durch das Bewusstwerden des unangenehmen Umstandes, bin ich in der Lage etwas zu ändern, wenn ich nicht einverstanden bin, mit dem was ist. Nach meinem Verständnis habe ich dann genau vier Möglichkeiten:

Beginnen wir mit der einfachsten und vermutlich der am häufigsten genutzten Möglichkeit: Ich warte einfach mal ab was passiert. Und während ich abwarte, fange ich an mich zu ärgern, fange an zu lamentieren und zu jammern. Dadurch versaue ich nicht nur meine Stimmung und meine Laune vollends, sondern auch die meines direkten Umfeldes. Das bedeutet, ich gebe die Verantwortung voll und ganz ab und hoffe, dass andere etwas unternehmen um meine Situation zu verbessern. Und wenn sich niemand findet, der meine Situation für mich verbessert, habe ich noch mehr Grund zu jammern und zu lamentieren. Denn dann bekommen auch all diejenigen, die nichts unternehmen, so dass es mir wieder besser geht, ihr Fett ab. Nicht unbedingt die beste Möglichkeit aber wie schon erwähnt, die am meisten praktizierte.

Albert Einstein sagte schon: "Es ist reiner Wahnsinn, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert"!!!! Kommen wir zur nächsten, zur zweiten Möglichkeit. Ich gehe einfach aus der Situation heraus. Ich verlasse das Restaurant und akzeptiere die daraus entstehenden Konsequenzen, die da wären:
a) ich muss mir ein neues Restaurant suchen
b) ich muss noch länger auf mein Essen verzichten
c) ich verbrauche noch mehr Energie (entweder ich laufe oder fahre mit dem Auto)
d) ich muss akzeptieren, dass ich möglicherweise etwas anderes essen muss als in dem Restaurant zuvor

Ich könnte die Liste nun beliebig fortsetzen. Und bei all dem fühle ich mich schon wieder als Opfer. Ja tatsächlich. Was muss ich alles auf mich nehmen, nur weil anderer Leute Kind schreit. Und überhaupt, wieso muss ich das Restaurant verlassen, wieso nicht die Störenfriede? Also, jetzt bin ich nicht nur das Opfer, sondern auch noch der Märtyrer und jetzt geht das Gejammer erst richtig los.

Die nächste und dritte Möglichkeit lautet demnach auch: Ich verändere die Situation so, dass sie mir angenehm wird. Wie kann ich das tun? Nun indem ich Verantwortung übernehme. Denn schließlich bin ich es der sich genervt und gestört fühlt. Also was kann ich tun um die Situation für mich angenehmer zu gestalten? Diese dritte Möglichkeit erfordert auf jeden Fall immer mein Eingreifen.
a) Ich kann mir nun einen anderen Platz im Restaurant suchen, der mir angenehm ist und der vielleicht sogar noch schöner ist als der alte Platz.
b) Ich gehe zu der Mutter und helfe ihr das Kind zu beruhigen
c) Ich bitte die Mutter sich mit ihrem Kind in einen Nebenraum zu gehen, bis das Kind sich beruhigt hat, wo sie niemand stört.
d) Ich hole mir Verstärkung indem ich mich bei dem Restaurantbesitzer, beim Kellner oder beim Barmann aufs heftigste beschwere und darum bitte dass die Situation in meinem Sinne geregelt wird.

Was aber kann ich tun wenn keine dieser Möglichkeiten machbar ist? Was tue ich, wenn ich mich hilflos einer Situation ausgeliefert fühle, weglaufen möchte, dieses mir jedoch unmöglich erscheint? Was ist wenn ich die Situation nicht verlassen kann, wenn ein Eingreifen von mir absolut unmöglich ist und wenn ich ausser abwarten nichts tun kann?

Nun alle Möglichkeiten die ich bisher aufgezeigt habe, waren Möglichkeiten im Aussen. Aber es gibt Situationen, da können wir im Aussen nichts ausrichten. Dann bleibt uns nur noch die letzte und meiner Meinung nach der einzig richtige Möglichkeit, etwas zu ändern: Ich nehme die Situation so an, wie sie ist und versuche das Beste daraus zu machen, indem ich im Innen an der Situation und an meiner Einstellung dazu, arbeite.

Jetzt höre ich schon einige sagen: „Hanno, es gibt Situationen da bringt das nichts. Die sind nämlich nicht auszuhalten! Da werde ich verrückt oder krank dabei!“

Da kann ich leider nur entgegnen: „So schnell werden wir Menschen nicht verrückt oder krank. Wir alle sind stärker als wir selbst glauben. Anstatt sich auf den Mangel zu konzentrieren, anstatt unsere Aufmerksamkeit auf das Negative und somit auf die Probleme zu richten, sollten wir uns lieber mal Gedanken über Lösungen machen. Ich möchte Dir sagen, dass Du immer eine aktive Wahl triffst, selbst wenn Du denkst Du hättest keine Wahl. Denn alles ist immer die Folge Deiner eigenen, mentalen Einstellung zu Dir, zu der Situation und zu deinem Leben. Du bist zu 100% der Schöpfer Deines Lebens!“

Während Du das jetzt liest, achte bitte einmal auf Deine innere Reaktion auf diesen Satz. Wahrscheinlich fühlst Du Dich jetzt regelrecht angegriffen? Vielleicht macht Dich diese Aussage sogar wütend? Oder Du fühlst Dich zu sehr als Opfer, dass Du glaubst ohnmächtig, also ohne Macht, der Situation gegenüber zu stehen. Du siehst ringsherum nur noch Probleme und all Dein Denken dreht sich nur noch um Angst, Kummer und Sorgen. Und Du fühlst Dich vielleicht unfähig die Hindernisse zu überwinden, oder unfair behandelt und das es für Dich härter ist, als für andere. Aber bedenke bitte, dass genau diese mentale Haltung von Ohnmacht ein großer Teil der Ursache, Deines Kampfes und auch für die Fortdauer Deiner Mangel-Situation verantwortlich ist.

Beende jetzt dieses Gefühl von Ohnmacht und Selbstmitleid. Denn auch wenn Du es jetzt im Moment nicht sehen willst oder kannst, Du alleine hast die Wahl. Du entscheidest Dich in jeder Sekunde Deines Lebens, ob Du Opfer oder Schöpfer sein willst. Und alleine die Tatsache, dass Du Dir darüber bewusst wirst, wird Dein Leben verändern. Egal wie schlimm und wie extrem deine Situation auch sein mag, Du hast die Wahl zu denken was Du willst. Du kannst in jeder Sekunde macht- und kraftvolle Gedanken denken. Dein Leben verändert sich in Momenten, in Bruchteilen von Sekunden. Und jeder Deiner Gedanken, lenkt Dein Leben. Also hast Du in jeder Sekunde Deines Lebens die Wahl und die Möglichkeit Dein Leben zu ändern. Sicher nicht jede Veränderung wird sofort sichtbar, aber steter Tropfen höhlt den Stein.

Siegen ist die Haltung, die Herausforderungen abzuschätzen, die vor Dir liegen, eine Strategie für deren Überwindung zu entwickeln, und die Entscheidung zu treffen, zu tun, was immer getan werden muss, um diese Herausforderung zu überwinden. Wenn Du entscheidest zu siegen, wird jeder Rückschlag zu einer Chance stärker zu werden. Unser Leben verändert sich in den Momenten, in denen wir uns entscheiden zu siegen!


Du hast die Wahl! Willst Du weiter in den Jammergesang einstimmen und dadurch Deine Situation immer mehr verschlechtern? Denn letzten Endes funktionieren unsere Gedanken auch im Negativen. Wenn Du anstatt kraftvolle Gedanken von Fülle, Gesundheit und Wohlstand, lieber negative Gedanken wie Leere, Armut und Krankheit denkst, so hast Du auch eine Wahl getroffen und entscheidest wie Dein zukünftiges Leben verlaufen wird. Dann darfst Du Dich aber nicht wundern, wenn Du in Zukunft noch mehr Gründe hast zu lamentieren und zu jammern.

Natürlich kannst Du Dich auch befreien von dem Gefühl Opfer zu sein und Selbstkritik und Selbstmitleid ersetzen durch eine tiefe Liebe und Wertschätzung für Dich selbst, genau so wie Du bist? Entscheidest Du Dich endlich den Kampf, das Spiel des Lebens aufzunehmen und zu siegen? Das bedeutet natürlich, dass Du geduld, Mut und auch Ausdauer mit ins Spiel bringen musst. Es bedeutet, auch mal Rückschläge und es erfordert Konsequenz. Aber das Ergebnis wird alle Mühen wert sein. 


Erlaube Dir endlich, zu der Person zu werden, die Du immer sein wolltest, die Du Dir immer gewünscht hast! Du hast alles was Du dazu brauchst in Dir drin. Und nur Du allein kannst dies Veränderung in Deinem Leben hervorbringen. Denn niemand ausser Dir kann Deine Gedanken denken, Deine Gefühle fühlen, Deine Worte sprechen und Deine Taten vollbringen. Nur Du. Fange an Dein Leben positiv zu verändern, indem Du Dein Leben mit Klarheit, Optimismus und Selbstsicherheit angehst, Dein altes Selbst-Bild loslässt und Dich selbst mit Liebe und Respekt behandelst, statt in Selbstmitleid zu dümpeln. Und was passiert, wenn Du genau so handelst? Nun nicht nur Dein Leben wird sich verbessern, sondern auch Dein Umfeld wird sich positiv verändern. Denn entweder Du entzündest in anderen ebenfalls das Feuer oder sie werden aus Deinem Leben gehen. So oder so, wird sich Dein gesamtes Umfeld, Dein gesamtes leben positiv verändern. Und den Anfang kannst Du jetzt sofort machen.

Nimm Dir ein Blatt Papier und schreibe alles auf, was momentan positiv in Deinem Leben ist. Lenke Deine Aufmerksamkeit weg von den Dingen die nicht gut gelaufen sind, hin zu den Sachen, die Dir gelungen sind, die positiv waren und sind. Und gewöhne Dir einfach an, hinter allem das Positive zu entdecken. Das macht nicht nur Spaß sondern es wird Dein Leben verändern.

Ich wünsche Dir ein erfolgreiches, glückliches, positives und vor allem gesundes neues Jahr 2020



 

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