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Partnerschaft und Beziehungen

Phasen einer Partnerschaft:

1. Verliebtheitsphase
Erinnerst Du Dich noch, als Du Deinen Partner kennengelernt hast, an die Zeit in der Du verliebt warst bis über beide Ohren? An die Zeit, als Du es kaum erwarten konntest, Deinen Partner wieder zu treffen und ihm unendlich viel zu erzählen hattest? Das war eine schöne Zeit, bestimmt die schönste in Deiner Partnerschaft, stimmts? Du und Dein Partner betrachteten Euch als ideal, Ihr entdeckten Gemeinsamkeiten, und Ihr wart bereit, Euch auf den anderen einzustellen und ihm seine Wünsche zu erfüllen. Verliebtheitsgefühle und Sehnsucht nach Nähe herrschen vor. "Hauptsache mit dem Partner zusammen sein.“ Natürlich spielt meiner Meinung nach hier der sexuelle Trieb eine sehr große, wenn nicht sogar die größte Rolle.


2. Beschnupperphase
Verschiedenheiten und Schwächen treten zum ersten Mal zutage. Du und Dein Partner beginnt in dieser Phase, Euch wieder mehr um eigene Interessen zu kümmern. Jetzt kommt Professor Alltag und rückt die täglichen Pflichten immer mehr in den Vordergrund. Hier kann es sogar sein, dass erste Gefühle der Ent-täuschung auftreten.

3. Ziel- & Planungsphase
In dieser Phase sind die ersten Konflikte vorprogrammiert. Denn all zu oft sind die Ziele und Wünsche von Mann und Frau unterschiedlicher Natur. Während der Mann berufs- und karriereorientiert denkt, haben die Wünsche der Frau mehr mit der Familie zu tun. Jetzt beginnen langsam die Egospielchen. Jeder versucht, den anderen zu verändern, ihn nach seinen Erwartungen zu formen. Erwartungshaltungen, Besitzdenken, Misstrauen, Wut, Schuldzuweisungen und die berühmten Egospielchen treten zum ersten Mal auf.

4. Couchpotato - Phase
In Untersuchungen wurde festgestellt, dass diese Phase meist irgendwo zwischen dem zweiten und vierten gemeinsamen Jahr beginnt. Das körperliche Verlangen, die Lust und die Leidenschaft ist beim Mann dem reinen sexuellen Trieb und bei der Frau der Lustlosigkeit gewichen. Trotz alledem versichern sich beide Partner bei entsprechenden Gelegenheiten, mit einem kurzen „Ich liebe Dich“, dass die Gefühle füreinander noch da sind. Dennoch, meist verspüren einer oder beide Partner den Drang, die Partnerschaft aufzugeben oder zumindest zu lockern. Je nachdem wie viel von der ursprünglichen Verliebtheit noch vorhanden ist, entscheidet sich jetzt, ob man bereit ist für eine Veränderung oder ob man sich in der Gewohnheit wohler fühlt.

5. Gewohnheits- oder Trennungsphase
In dieser Phase trennst Du Dich entweder von Deinem Partner oder Du findest mit Deinem Partner endlich zueinander. Wenn Ihr es nicht mehr gemeinsam aushaltet und Du Dich vom Partner zu sehr eingeengt fühlst, wirst Du irgendwann ausbrechen. Das ist dann die Affäre mit der Sekretärin oder der Anruf bei dem heißen Monteur der auch Hausbesuche macht. Die Trennung ist nur noch eine Frage der Zeit. Wenn Ihr allerdings zueinander findet und erkennt, dass Ihr nicht unbedingt den Erwartungen des anderen gerecht werden müsst, um glücklich zu sein, habt Ihr damit ein Gleichgewicht zwischen Nähe und Freiheit entwickelt, welches Euer weiteres Zusammenleben sehr harmonisch und liebevoll werden lässt. Ihr genießt Euer Zusammensein und nehmt den anderen an, wie er ist. Jetzt entsteht das, was ich wirkliche Zuneigung und Liebe dem Partner gegenüber nenne. Ihr lasst Euch beide Eure Freiräume und verzichtet auf Egospielchen. Vom Gegeneinander zum Miteinander.

Das Geheimnis einer glücklichen Partnerschaft:
 

Fast alle Menschen suchen in einer Partnerschaft Liebe, Verständnis, Unterstützung und Anerkennung. Wir wollen das Gefühl haben, liebenswert zu sein; vielleicht erwarten wir sogar die bedingungslose und immerwährende Liebe von unserem Partner. Dies ist eine nicht erfüllbare Forderung. Der einzige Mensch, der Dich bedingungslos und immerwährend lieben und akzeptieren kann, so wie Du bist, das bist Du selbst. Kein anderer Mensch ist dazu in der Lage, diese Forderung zu erfüllen. Und genau darin liegt meiner Meinung nach auch das Geheimnis einer glücklichen, harmonischen, zufriedenen und
liebevollen Partnerschaft: Liebe und akzeptiere Dich selbst so wie Du bist, bevor Du es von einem anderen verlangst!

Stell Dir vor, Dein Körper, Dein Geist und Deine Seele sind eine Einheit, mit der Gestalt einer Kugel, vollkommen rund, also vollkommen in Ordnung. Das würde bedeuten, Du bist mit Dir und der Schöpfung vollkommen im Einklang. Mit anderen Worten, Du liebst und akzeptierst Dich und Dein Leben, genauso wie es ist. Das wäre der optimale Zustand. Wenn in diesem Zustand ein anderer Mensch in Dein Leben kommt, vielleicht ein Freund oder sogar ein Partner, dann ist dieser Mensch für Dich eine Ergänzung und eine Bereicherung. Du freust Dich wenn dieser Mensch in deiner Nähe ist, aber es geht Dir auch gut, wenn er nicht in deiner Nähe ist. Du leidest nicht darunter, dass er nicht bei Dir ist. Du kommst auch ganz gut alleine klar, denn schließlich klafft bei Dir keine Lücke, wenn der andere mal nicht da ist.

Wenn Du vollkommen rund bist wie eine Kugel, dann bist Du glücklich und zufrieden mit Dir und Deinem Leben. Das bedeutet, Du brauchst niemanden, den Du für Dein Glück und Deine Zufriedenheit verantwortlich machen willst und musst. Das bedeutet auch, dass du keinerlei Erwartungshaltungen, keinerlei Besitzdenken und keinerlei Egospielchen brauchst, wenn ein anderer Mensch in Dein Leben tritt. Alles ist vollkommen in Ordnung. 


Leider ist dies aber eine absolute Seltenheit. Meistens ist es so, dass wir irgendetwas an uns selbst auszusetzen haben, etwas was wir gar nicht mögen an uns. Als Babys waren wir vollkommen rund. Es war uns egal ob unsere Nase zu groß, unsere Beine zu kurz, unsere Aussprache sehr undeutlich, unser Gang sehr wackelig und so weiter waren. Wir waren als Babys in uns verliebt, wir liebten uns. Und dann kam unsere Umwelt. Und die sagte uns, dass wir nicht rund sind. Erst durch unser Umfeld, durch unsere Erziehung wurde uns weiß gemacht, dass wir nicht vollkommen in Ordnung sind, wie wir sind. Und so brach Stück für Stück aus unserer vollkommen runden Kugel heraus, bis in dieser Kugel nun ein großes Stück herausgebrochen ist, sodass die Kugel nicht mehr ganz rund ist. So können wir uns natürlich nicht lieben und akzeptieren wie wir sind. Jeder von uns versucht jetzt dieses fehlende Stück, diese Lücke wieder zu füllen. Jeder von uns versucht seine Fehler, seine Schwächen und so weiter zu ergänzen und aufzufüllen, so dass man wieder vollkommen rund ist, aber leider schaffen das die wenigsten alleine ohne fremde Hilfe.

Nun frage ich mich, wie diese Menschen, und leider sind es die meisten von uns, jemand anderen lieben und akzeptieren wollen, so wie er ist, wenn sie das noch nicht einmal bei sich selbst schaffen? Wie kann ein Mensch einen anderen lieben, wenn er sich selbst nicht liebt. Meiner Meinung nach ist das unmöglich. Anstatt jetzt selbst aus eigener Kraft wieder rund zu werden, sprich zu lernen sich selbst zu lieben und zu akzeptieren wie man ist, gehen wir einen anderen Weg, der oberflächlich gesehen, einfacher zu sein scheint. Wir suchen uns einen Partner, der diese, unsere Lücke füllt. Wir suchen uns einen Partner, der unsere Lücke einigermaßen füllt, sprich, der uns wunderschön, intelligent, attraktiv, geschickt, clever, begabt und so weiter findet, der uns genau die Anerkennung gibt die wir uns wünschen. Er soll uns zeigen, dass wir genau so liebenswert sind wie wir nun mal sind.
Am Anfang sieht es auch ganz gut aus. 


Man könnte meinen, der Partner hätte unsere Lücke geschlossen, aber das täuscht nur. In Wahrheit ist unsere Lücke nicht verschlossen sondern nur zugedeckt und was noch viel schwerer wiegt, jetzt haben wir auch noch die Lücke die unser Partner mitbringt, zu schließen. Also doppelte Anstrengung. Auf Dauer funktioniert dieses Lückenfüllen eben nicht. Kann es ja auch gar nicht. Selbst wenn Du einen Partner findest, der Deine Lücke am Anfang einigermaßen füllt, wird dieser dies nicht auf Dauer können. Genauso wenig wie Du seine Lücken auf Dauer füllen kannst. Und so beginnen wieder die Macht- und Egospielchen und die Trennung ist leider vorprogrammiert. Es gibt tatsächlich nur einen Weg zu einer harmonischen und liebevollen Beziehung.

Liebe und akzeptiere Dich selbst so wie Du bist, bevor Du es von einem anderen verlangst! Oder anders ausgedrückt, wenn Du einen idealen Partner in Deinem Leben willst, werde erst einmal selbst zu einem idealen Partner!



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